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Musikalische Weltreise

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Musikalische Weltreise

7. Oktober

Martin Schlögl lädt zu einer Reise der etwas anderen Art ein. Seine Musik sucht nach Antworten auf die Fragen, was wirklich lebendig macht.
Verschiedene Instrumente, Sprachen, Kulturen, Musikstile, Geschichten und mehr erwarten den Zuhörer an diesem Abend im Haus am See in Berlingen.
Die Türen öffnen sich um 19 Uhr. Das Konzert beginnt um 19.30 Uhr.
Nach dem Konzert findet ein Apero in Anwesenheit des Künstlers statt.
Tickets und Reservationen sind erwünscht unter der Mail Adresse: kontakt@haus-am-see.me
Eintrittspreis: 20 CHF

2022-09-04 |

Requiem in D und Officium Defunktorum – Werke von Jan D. Zelenka

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Requiem in D und Officium Defunktorum – Werke von Jan D. Zelenka

9. Oktober

Jan D. Zelenka, Requiem in D ZWV 46 und Officium Defunctorum ZWV 47

Der Oratorienchor bringt zwei grandiose Trauermusiken von Jan D. Zelenka (1679-1745) zur Aufführung – „geschrieben, oh Schmerz! für die Exequien meines Herrn, den allerdurchlauchtigsten Königs von Polen, des Kurfürsten von Sachsen, Friedrich August“, wie der Komponist 1733 notiert. Den Anfang machen Auszüge aus dem imposanten Officium Defunctorum ZWV 47, einer Reihe von Stundengebeten aus dem Nachtgebet der Mönche zu Ehren der Verstorbenen. Im Wechsel zwischen Lesungen (Lectiones) und Antwortgesängen (Responsorien) entsteht hier ein beeindruckendes Spiel zwischen Solisten und dem Chorus, das bis ins antike Theater zurückweist. Während die Lectiones von der Bedürftigkeit des Menschen vor Gott angesichts des Todes handeln, klingt in den Responsorien auch die Hoffnung auf Erlösung an. Einzelne Stellen mit einstimmigem Choralgesang betonen derweil in ihrer mittelalterlichen Schlichtheit die Inständigkeit der Fürbitte. Das folgende Requiem in D ZWV 46 gehört zu Zelenkas bemerkenswertesten Leistungen überhaupt. August der Starke, Erbauer des Dresdner Zwingers und einer der großen Kulturförderer der Barockzeit, war für seinen Hang zum Prunk bekannt. Zelenka hat dies in Tonart, Besetzung und Charakter seines in den instrumentalen Farben, aber auch stilistisch und satztechnisch ausserordentlich reichen Requiems aufgegriffen. Immer wieder mischen sich festlich beschwingte, zuversichtliche Klänge in die trauervolle, innige, manchmal düstere Musik und lassen die Erinnerung an den alten Glanz aufleben. So wird das Requiem über das Totengedenken hinaus zur berauschenden Verherrlichung des barocken Menschen, und zum Vorzeichen seiner Auferstehung. Das ‚Lux aeterna’ ist stärker als der Tod.

Chorkonzert mit dem Oratorienchor Kreuzlingen und dem Bodensee-Barock-Orchester
Kathrin Hottiger, Sopran | Lydia Segura, Alt | Sascha Litschi, Bariton
Christian Bielefeldt, Leitung

 

2022-08-31 |

Lydia – ein Monodrama

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Lydia – ein Monodrama

  1. Oktober

Eine fulminante Geschichte zum 130. Todestag der Tochter von Alfred Escher.
Hätte William Shakespeare einen alternativen Namen für seine „Julia“ gesucht, er hätte sie „Lydia“ genannt. Eine fulminante Geschichte über eine bemerkenswerte, gescheite Frau und Schweizer Persönlichkeit in einem epochalen Skandal. Einstündiges, enorm spannendes Monodrama. Dokumentation und Rückblick intensiver Lebensumstände und unerfüllter Liebesträume einer emanzipierten, starken und doch gescheiterten Frau des 19. Jahrhunderts zum 130. Todestag der Tochter von Alfred Escher. Sowohl inhaltlich als auch thematisch nach wie vor topaktuell.

Nach ihren großen Monologen als Sabine Spielrein oder Maria Callas, brilliert Graziella Rossi nun als Lydia.

Lydia Welti-Escher, geboren am 10. Juli 1858 in Enge bei Zürich, gestorben am 12. Dez. 1891 in Champel bei Genf. Mäzenin und Gründerin der Gottfried-Keller-Stiftung und eine der reichsten Frauen der Schweiz des 19. Jahrhunderts.

Die Faszination an der Geschichte um Lydia Welti-Escher veranlasste Damir Žižek, Intendant und Regisseur des SHpektakels, im Februar 2020 an Graziella Rossi und Helmut Vogel, ehemalige Weggefährten heranzutreten, um wieder einmal gemeinsam eine neue Produktion auf die Beine zu stellen. Nach einer erfolgreichen Kontaktaufnahme mit Martin Leuthold, Kostümbildner und Joseph Jung, Historiker war auch das Produktionsteam komplett und das Theater-Projekt konnte nun gedeihen.

Die endgültige Spielfassung entstand in Zusammenarbeit mit Graziella Rossi und Helmut Vogel. Die Rohfassung verfasste Damir Žižek nach der Biographie «Lydia Welti-Escher 1858-1891» von Joseph Jung, Verlag NZZ Libro, 5. Auflage 2017.

Foyerbar und Abendkasse öffnen eine Stunde vor Vorstellungsbeginn.

2022-08-19 |

Cie Idem – Schein

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Cie Idem – Schein

8. Oktober

Ein Tanzstück über die Wichtigkeit des Aussehens im digitalen Zeitalter, über die Kluft zwischen dem Schein und der Wirklichkeit.

Clément Bugnon und Matthias Kass beleuchten mit ihrer Tanzkompanie “company Idem”, welche Wirkung die eigene Erscheinung auf andere hat, wie die Perspektive auf Schönheit von Gruppenmechanismen beeinflusst wird und wie jedes Individuum in Bezug auf sein eigenes Aussehen und Wesen manipuliert wird. Es ist der äußere Aspekt, der oftmals von der Realität abweicht – Die Kluft zwischen dem Schein und der Wirklichkeit.

Das Aussehen ist in der modernen Gesellschaften sehr wichtig. Für viele scheint das Aussehen Vorrang vor dem Sein zu haben. Besser zu erscheinen als das, was man wirklich ist, wird dann zu einer Notwendigkeit, um “sich selbst auf die Ebene des anderen, den man bewundert, zu heben”. Das neue digitale Zeitalter, in dem das Bild die Oberhand hat, hat das Phänomen nur verstärkt. Geformte Körper, perfekt retuschierte Gesichter, die mit Stolz zur Schau gestellt werden, um nicht weiter “gewischt/geswitched” zu werden. Gerader Rücken, erhobener Kopf, Dreitagebart und kräftiger Händedruck, um seinen Status zu behaupten und bedeutend zu wirken. Inszenierte Posen, großzügig zur Schau gestellte Körper, modische Outfits, die das bestes Profil zur Geltung bringt. In dem endlosen Bilder- Strom soll man sich von der Masse abheben aber trotzdem authentisch wirken.

Die zeitgenössischen Gesellschaften stellen das Individuum im Mittelpunkt und verherrlichen Individualität und Individualismus. Dies führt dazu, dass unglaublich viel Zeit und Energie investiert werden, um unsere Vorstellung von uns selbst zu verwirklichen. Dies spiegelt eine doppelte Aufforderung an uns, gleichzeitig authentisch zu sein und zu konsumieren. Mit anderen Worten, wirklich man selbst zu sein, aber gleichzeitig die Produkte, Bilder, Inspirationen und Werte der standardisierten Gesellschaft anzunehmen. Diese doppelte Aufgabe offenbart einen eklatanten Widerspruch, ein neues Dilemma für den modernen Menschen.

Der Philosoph René Girard schreibt: “Der Mensch begehrt intensiv aber er weiß nicht genau, was”. Girard’s Konzept beschreibt wie das Individuum meint etwas zu begehren, doch in Wirklichkeit läuft er den Vorstellungen von Anderen nach. Girard schreibt auch: “Da wir den Wunsch hegen von den Anderen eine Reaktion zu erhalten, verwechseln wir dies mit dem Willen sich selbst zu sein.” Diese Verhalten geschieht unbewusst, da die Kultur und das Umfeld die Authentizität des Individuum in Mittelpunkt stellt.

Das Individuum fühlt sich dazu verleitet, sich auf Vorbilder zu verlassen und verfällt der Welt des schönen Scheins, sowie sie ihm präsentiert wird.

Foyerbar und Abendkasse öffnen eine Stunde vor Vorstellungsbeginn.

2022-08-19 |

TanzPlan Ost – Associated Artists

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TanzPlan Ost – Associated Artists

21. Oktober

Die Tanzinitiative der Ostschweizer Kantone zeigt zwei ausgewählte Ostschweizer Choreografinnen mit ihren zeitgenössischen Tanzstücken.

Seit 2010 fördert TanzPlan Ost den zeitgenössischen Tanz in der Ostschweiz und im Fürstentum Liechtenstein. Erstmals wird 2022 das TPO Associated Artist Programm durchgeführt: Zwei ausgewählte Ostschweizer Choreografinnen kreieren je ein zeitgenössisches Tanzstück und involvieren während dieses einjährigen Prozesses regelmässig Publikum aus der Region in ihr künstlerisches Schaffen, öffnen ihr Studio.

Interessierte Zuschauer*innen werden in unterschiedlichen Formaten dazu eingeladen, den Entstehungsprozess der Werke mitzuverfolgen und sie schliesslich im Rahmen der TPO Tour auf Ostschweizer Bühnen als Doppelabend zu sehen.

Die TPO Associated Artists sind Elenita Queiróz aus St. Gallen mit ihrem Stück “Warhning for contemplation sections” (AT) und Andrea Frei aus Zürich mit ihrem Stück “Sehnsuchtskollektionen” (AT).

Foyerbar und Abendkasse öffnen eine Stunde vor Vorstellungsbeginn.

2022-08-19 |
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